Jeder, der im Tierschutz tätig ist, weiß, dass es gute und schlechte Tage gibt. Manchmal sind die schlechten Tage wirklich schwarz. Man fragt sich, ob man die Kraft hat, weiter zu machen, sieht die Tiere und wird sich sofort bewusst – aufgeben ist keine Option, schließlich zieht man aus den guten Tagen Kraft, um positiv zu denken und zu wissen: auch die schwarzen Tage schafft man und man wird Lösungen finden. Doch dann, gerade wenn man denkt es geht bergauf, erreichen einen Botschaften, die den Tag nicht schlecht oder schwarz erscheinen lassen, sondern PECHSCHWARZ.

Um das zu schildern, was uns gerade bedrückt, uns Tränen in die Augen treibt und uns das Gefühl gibt, nicht atmen zu können, müssen wir etwas ausholen. Unsere Mitarbeiterin Nicole Müßig erzählt die traurige Geschichte, die uns dazu bewegt hat, ein großes Hilfsprojekt zu starten:

“Ich besitze Hunde aus dem Tierschutz seit vielen Jahren. Im März 2016 beschloss ich aktiv zu helfen. Ich, die nicht mal sehen kann, wenn ein Hund im Film stirbt. Ich, die sich bis heute keine Videos oder Fotos aus Tötungsstationen anschauen kann. Ich, die wohl viele Tierschützer als weichgespült bezeichnen würden. Ich beschloss bei dem Verein tätig zu werden, von dem ich meinen momentanen Hund habe. Damals war meine Idee, die Tierschützer in Bulgarien zu unterstützen, die ich durch meinen Hund kannte.

Doch das Leben schreibt oft ganz andere Geschichten. So wurde mir eine Tierschützerin aus Rumänien zugeteilt. Eher mit einem gewissen innerlichen Widerstand nahm ich die Aufgabe an. Dieser Widerstand lag u.a. daran, dass die Tierschützerin sich anfangs weigerte mit mir zu kommunizieren und mir viel über sie zugetragen wurde, was mir nicht gefiel – heute weiß ich: nichts davon entsprach der Wahrheit!

Also kümmerte ich mich um diese Hunde. Tat alles, um Interessenten zu finden, vermittelte sie, betreute die Adoptanten zu jeder Tageszeit. Langsam, aber nach und nach, öffnete sich auch meine Tierschützerin in Rumänien mir gegenüber und fing an mit mir zu kommunizieren. Sie vertraute mir, weil sie merkte, ich bleibe trotz der schlechten Tage, die es gibt und schmeiße nicht hin. Weil sie merkte, ich kämpfe für sie und ihre Hunde. Weil sie merkte, ich achte genau darauf, wo die Tiere hinkommen und sende ihr regelmäßig Updates. So entwickelte sich innerhalb eines Jahres eine tiefe Zuneigung zwischen uns beiden und wir beide haben das Gefühl, dass der andere Teil der eigenen Familie ist. Daher zögerte sie auch keinen Moment, mir mit ihren Hunden blind in einen neuen Verein zu folgen.

Warum ich all diese Zeilen schreibe?

Weil ich möchte, dass Sie verstehen, warum mir dies, womit ich nun an Sie herantrete, so wichtig ist. Elena, unsere Tierschützerin ist 58 Jahre alt und vom Leben gezeichnet. Sie ist schwer krank. Ich bitte um Verständnis, dass ich die Diagnose aus Respekt ihr gegenüber nicht nennen möchte. Ihr kann nur eine Operation helfen, doch diese ist nicht möglich, da sonst niemand ihre Tiere versorgen würde. Rund 80 an der Zahl. Doch als ob dies nicht genug wäre, kommt noch dazu, dass sie wirklich KOMPLETT ALLEINE ist. Und mit alleine, meinen wir alleine. Niemand hilft ihr, die Tiere zu versorgen, niemand steht ihr dort zur Seite. Ihre Tochter hat sich abgewandt, ihr Mann hat sie verlassen und kurz vor seinem Weggang nochmal einen Kredit auf das Haus aufgenommen, der im 6-stelligen (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) Euro Bereich liegt. Seitdem ist er untergetaucht und mit ihm das Geld.

Doch als wäre das nicht genug, verlor der Verein, der sich bis 2012 um Elena gekümmert hat, wohl seine Lizenz und daher konnten die ganzen damaligen Hunde nicht mehr nach Deutschland vermittelt werden. Da steht sie also nun: komplett allein, schwer krank, alle Hunde, die mal Welpen waren, mittlerweile ausgewachsen, Tochter weg, Mann weg, so hohe Schulden, die für Menschen in Deutschland schon untragbar wären. Da muss ich nicht erklären, wie es in Rumänien aussieht. Auch alle „Freunde“ haben sich abgewandt. Die Frau, die mal zur Oberschicht gehörte, ist tief gefallen.

Doch statt sich zu beschweren, klammert sie sich an den Tierschutz und ihre Tiere. Die für sie selbst wie Kinder sind. Sie würde für diese Tiere sterben, wenn es sein müsste. Oft hungert sie, damit die Tiere etwas zu fressen haben. Alleine daran würden viele einfach zerbrechen. Aber als wäre dies nicht genug, erreichte uns nun die Meldung, dass ihr Gehalt auf Grund der hohen Schulden KOMPLETT (!!!!!!!!!!!!) von der Bank einbehalten wird. Sie bekommt nicht einen Lei ausbezahlt momentan. Ist also komplett mittellos. Und das Haus, das sie eigentlich seit Monaten verlassen muss auf Grund der Schulden, muss nun wirklich SCHNELLSTMÖGLICH geräumt werden. Doch dieses Haus ist nicht nur ihr Zuhause, sondern auch das Zuhause von 24 Hunden und 22 Katzen. Die restlichen Tiere leben in einem privaten Tierheim. Und da sind wir an der Stelle, an der wir DRINGEND Ihre Hilfe brauchen.”

Was können wir nun gemeinsam tun?

Wir als Verein, dem Elena sich angeschlossen hat, müssen schnellstmöglich vor Ort tatkräftig unterstützen. Das betrifft z. B. Fahrten zu Tierärzten, um die Tiere für eine Vermittlung vorzubereiten. Und zum anderen müssen wir Fotos und Videos der Hunde machen und uns selbst einen Eindruck über ihren Charakter verschaffen. Denn Elena hat einfach nicht die Kraft und Zeit, sich intensiv mit den vielen Tieren zu beschäftigen. Und für eine Vermittlung ist es das Wichtigste gute, aussagekräftige Fotos, Videos und Beschreibungen der Tiere zu haben.

Zwei unserer Mitarbeiter werden Ende April für einige Tage nach Constanta reisen, um Elena sowohl moralisch als auch körperlich zur Seite zu stehen. Wir dürfen sie in diesen schwarzen Stunden ihres Lebens auf keinen Fall allein lassen! Sie muss wissen, dass wir immer an ihrer Seite stehen und ihr helfen so gut es geht!

Doch für uns als jungen Verein, der sich ausschließlich durch Spenden finanziert, ist es nicht möglich, die Kosten für diese Reise aus eigener Kraft aufzubringen. Nur mit der Unterstützung lieber Menschen können wir helfen. Bitte helfen Sie uns, zu helfen! Wir benötigen Spenden für die Flüge unserer beiden Mitarbeiter, die Unterkunft vor Ort, sowie einen Mietwagen für die Fahrten zum Tierarzt, Tierheim usw.

Außerdem müssen wir für die Hunde und Katzen Pflege- und Endstellen finden. Und das so schnell wie nur möglich, da sie sonst alle zusammen mit Elena auf der Straße landen und die Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. Leider ist es für uns momentan sehr schwer, Pflegestellen zu finden. Unser junger Verein hat zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht die Möglichkeit, für mehrere Hunde und Katzen die Kosten einer Pflegestelle zu tragen. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass wir nun 46 Tiere schnellstmöglich „retten“ müssen. Größere Vereine können für ihre Pflegestellen die Kosten für Futter, Tierarzt und Transport zahlen. Uns ist dies leider nicht möglich und daher brauchen wir Hilfe.

Warum Pflegestellen so enorm wichtig sind? Weil die Tiere, wenn sie in Deutschland sind, viel größere Chancen auf Vermittlung haben. Viele Menschen wollen ihre neuen Begleiter vor der Adoption kennenlernen. Dies ist nicht möglich, wenn die Tiere noch im Ausland sind. Zudem haben die Tierschützer vor Ort keine Zeit, die Tiere zu trainieren bzw. ihnen alles zu zeigen. Dadurch sind sie anfangs meist erstmal unsicher. Dies können sie auf der Pflegestelle ablegen und werden so auf ein glückliches Leben vorbereitet.

Was wir nun also dringend suchen sind zum einen Pflege- und Endstellen für die Tiere und zum anderen Geldspenden, damit wir Elena vor Ort bestmögliche Hilfe zukommen lassen können. Sie ist finanziell am Ende und benötigt Geld, um Futter für die Tiere kaufen zu können. Leider ist auch ihr Auto kaputt – vermutlich ein Motorschaden. Aber Mobilität ist gerade jetzt sehr wichtig, denn sie muss z. B. in das Tierheim fahren, in dem einige ihrer Hunde untergebracht sind und auch in das über 200 km entfernte Bukarest zu den Tierärzten.

Außerdem benötigen wir Spendengelder, um die Transportkosten für Tiere, die auf Pflegestellen nach Deutschland reisen können, zahlen zu können. Und auch für die Reise unserer zwei Mitarbeiter nach Constanta bitten wir um Unterstützung. Leider kommt durch Flüge, Mietwagen und Unterkunft eine hohe Summe auf uns zu. Aber ohne unsere Hilfe vor Ort, können wir unser Ziel, die Tiere nach Deutschland zu holen, nicht erreichen. Bitte unterstützen Sie uns dabei!

Wir rechnen mit folgenden Kosten:

Reisekosten: 700,00 €

Unterkunft: 200,00 €

Transportkosten für Pflegetiere: 250,00 €

Hunde- und Katzenfutter: 1.000,00 €

Autoreparatur 350,00 €

Summe: 2.500 €

Jeder kleine Betrag hilft uns dabei, Elena und ihre Schützlinge vor ihrer drohenden Obdachlosigkeit zu schützen. Bitte unterstützen Sie unser Hilfsprojekt mit einer Spende per Paypal oder Überweisung:

Kontoinhaber: Glücksnasen e.V.
Bank: Volksbank Geest eG
IBAN: DE62 2006 9782 0060 1390 00
BIC: GENODEF1APE

Paypal:
zahlungen@gluecksnasen-ev.com

(Bitte wählen Sie bei Zahlung per Paypal die Funktion „an Freunde zahlen“.)

 

Wenn Sie Fragen haben oder einem Tier eine Pflege- oder Endstelle bieten möchten,  schicken Sie uns bitte eine Nachricht!

 

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