Nicht alle Hunde mögen sich auf Anhieb, deshalb haben wir hier ein paar Tipps für eine erfolgreiche Zusammenführung der Fellnasen…

Grundsätzlich gilt für alle Neuankömmlinge: Lassen Sie sie erst einmal in Ruhe in einem separaten Raum ankommen, oder bringen Sie Ihren Ersthund solange bei Freunden unter. Geben Sie dem Tier Zeit, von sich aus auf seine neue Familie zuzugehen, bevor Sie mit einer Zusammenführung beginnen – besonders, wenn es ein eher ängstliches Tier ist.

Es empfiehlt sich, ein paar Tage frei zunehmen und die Tiere gemeinsam mit einer zweiten Person zusammenzuführen.

Folgendes kann helfen bei der Zusammenführung mit einem bereits vorhandenen Hund:

  • Lassen Sie die Tiere gegenseitig an den Decken, Spielzeugen und Leinen des anderen schnuppern, sodass sie sich erst einmal nur über den Geruch „kennenlernen“ können.
  • Die erste Begegnung niemals in den eigenen vier Wänden oder im eigenen Garten, sondern immer in neutraler Umgebung, frei von Ablenkungen. Am besten auf einer ruhigen Gassistrecke, die auch Ihr Ersthund noch nicht gut kennt. Nun brauchen Sie eine zweite Person. Sie gehen mit Ihrem Ersthund voran und nach einer Weile gesellt sich die 2. Person mit dem neuen Hund dazu. So können sich die Hunde kennenlernen, ohne eifersüchtig zu werden oder ihr Revier verteidigen zu wollen.
  • Besonders viel Aufmerksamkeit und Streicheleinheiten für beide Tiere in den ersten Tagen, ausreichende Beschäftigung gleichermaßen.
  • Getrennte Schlaf- und Futterplätze, jeder Hund hat sein eigenes Spielzeug.
  • Füttern Sie die Tiere unbedingt getrennt, da Straßenhunde häufig sehr futterneidisch sind, und lassen Sie keine Leckerlis oder Knochen herumliegen.
  • Seien Sie in der Anfangsphase bei allen Begegnungen dabei, um ggf. eingreifen zu können.
  • Schaffen Sie viele positive gemeinsame Erlebnisse.
  • Ein gemeinsamer Besuch einer Hundeschule kann helfen und eine Bindung schaffen.

 

Sollten sich die Hunde bei der ersten Begegnung auf der Gassistrecke nicht freundlich verhalten und auch nach längerer Zeit nicht zur Ruhe kommen, ist es angebracht, das neue Tier für die kommenden 3-4 Tage zur Vorsicht in einem anderen Haushalt unterzubringen und die Begegnung beim Gassi gehen mehrere Male täglich zu wiederholen, bis die Hunde sich aneinander gewöhnen.

Geben Sie den Tieren aber unbedingt alle Zeit, die sie brauchen! Manchmal dauert es eben länger, bis sie erkennen, welche Bereicherung ein Spielkamerad sein kann.